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Nicht hoch schätz ich das überlaute Recht,
Das mehr als einen Kopf verdreht.
Ich murre nicht, weil mir nicht ward von höhren Mächten
Das süße Los zuteil, die Höh der Steuer anzufechten,
Oder einzuschränken gar der Herrscher ewgen Zwist;
Ich scher mich auch nicht drum, ob frei die Presse ist
Zu narrn die Tölpel, ob Zensur mit ewgem Treiben
Die Schwätzer stört, Journale vollzuschreiben.
Sind doch nur Worte, Worte, Worte
Andere, wohl bessere Rechte schätz ich;
Nach andrer, besserer Freiheit dräng ich:
Von Macht abhängig, vom Volke gar abhängig –
Ist’s nicht das gleiche? Gott mit Ihnen! Keinem
leg ich Rechenschaft ab; nur meiner eignen Kraft
Dien ich und folge ich; vor Mächten und Livreen
Beug weder ich den Hals, noch Gewissen, noch Ideen;
Nach eigener Laune will ich schweifen hier und dort,
Schaun göttliche Natur, anbeten schönen Ort,
Vor Schöpfungen der Kunst, begeisterter Beglückung
Versinken schweigend in den Räuschen der Entzückung –
Das ist Glück! das Recht…

Alexander Puschkin, 1836

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 21 August 2011 )
 
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